Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 20-08 - 05.06.2020

DGB unterstützt Kooperation des ÖPNV in der Metropole Ruhr

Mit ihrer Unterschrift haben sich die Oberbürgermeister und Landräte des Ruhrgebiets und die zwölf dazugehörigen Verkehrsunternehmen darauf verständigt, zukünftig enger zusammenzuarbeiten.

Dass jetzt die vielfältigen Herausforderungen gemeinschaftlich angegangen werden sollen und die Metropole Ruhr im Mobilitätsbereich gemeinsam gestärkt wird, ist nach Einschätzung des DGB richtig.

„Ich bin davon überzeugt, dass eine solche Kooperation schon lange überfällig ist. Oftmals sind es nur Straßenzüge, die unsere Kommunen trennen, und dennoch war man bisher nicht in der Lage, ruhrgebietsweit Lösungen im Bereich des ÖPNV umzusetzen“, erklärt Mark Rosendahl, Regionsgeschäftsführer des DGB.

„Ein günstiger und einfacher Tarif, die bessere Verzahnung von Bus, Bahn und Fahrrad sowie ergänzende Metrobuslinien sind wichtige Schritte, um den umweltfreundlichen Verkehr zu stärken, Staus zu verringern und die Fahrt zur Arbeit stressfreier zu ermöglichen“, bewertet Rosendahl die vereinbarten Eckpunkte. Allerdings hält er ein Nebeneinander von Elektro- und Wasserstoffantrieb im ÖPNV nicht für sinnvoll: „Im ÖPNV sollte sich wie generell im Schwerlastverkehr die Brennstoffzelle mit Wasserstoff als alternative Antriebstechnik durchsetzen und Standard werden. Das gilt nicht nur für die Wasserstoff-Modellregion Emscher-Lippe, sondern für das ganze Ruhrgebiet.“

Der DGB hat die klare Erwartungshaltung an die Kooperation, dass die Beschäftigten in den Verkehrsunternehmen nicht die Leidtragenden werden. Abbau des vorhandenen Personals und höhere Arbeitsverdichtung dürfe es nicht geben.

Außerdem sollten nach Auffassung der Gewerkschaften einige Punkte der Kooperationsvereinbarung schnell konkretisiert und umgesetzt werden. So wäre z.B. die angedachte digitale Plattform zur Bündelung aller Mobilitätsangebote im Ruhrgebiet ein großer Fortschritt bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft.


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