Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 19-04 - 01.05.2019

Partei ergreifen - Chancen für Kinder

Auftaktveranstaltung von DGB und Ruhrfestspielen startet mit vollem Haus und guten Diskussionen.

Unter dem Titel „Chancen für Kinder“ hat am 1. Mai die erste von insgesamt vier Veranstaltungen stattgefunden. Unter der professionellen Moderation von Insa Backe diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gewerkschaft, Wissenschaft und Zivilbevölkerung vor allem über das Thema Chancengleichheit. „Unser Ziel ist, Menschen aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen zusammenzubringen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Dafür haben wir nun einen exklusiven Raum geschaffen, “ so Olaf Kröck, neuer Intendant der Ruhrfestspiele.

So war es auch nicht verwunderlich, dass es unterschiedliche Auffassungen dazu gab, wie Chancengleichheit im Bildungssystem hergestellt werden soll. Mathias Richter, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, stellte in diesem Zusammenhang die Talentschulen vor. „Die Landesregierung verfolgt das Ziel, soziale Nachteile im Bildungsbereich zu überwinden. Der Schulversuch Talentschulen ist ein Baustein, um gerade an Schulen mit großen sozialen Herausforderungen durch besondere unterrichtliche Konzepte, gezielte Unterstützungsangebote bei der Schulentwicklung und zusätzliche Ressourcen, den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen von ihrer sozialen Herkunft und den Einkommensverhältnissen des Elternhauses zu entkoppeln“, so Richter .Dorothea Schäfer, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte, dass es statt einzelner Talentschule sinnvoller wäre, einen „Masterplan Bildung“ auf dem Weg zu bringen und umzusetzen. „Es ist zu kurz gedacht, jetzt mit einigen Talentschulen ein Teilproblem zu lösen, was wir brauchen, ist ein ganzheitliches Konzept für unser Bildungssystem.“

Neben Richter und Schäfer diskutierten ebenfalls Peter Lang, Abteilungsleiter Prävention, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und Paula Becker, aktiv in der Fridays for Future-Bewegung gemeinsam mit dem Publikum. Nach der 90minütigen Veranstaltung wurde deutlich, dass es für eine echte Chancengleichheit noch einiges getan werden muss, der Weg dahin ist weiterhin offen.


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