Deutscher Gewerkschaftsbund

19.02.2014

DGB Castrop-Rauxel: Ohne Betriebsrat schutzlos

Die Firma Verhoek hat überraschend einen Großteil der Belegschaft in Castrop-Rauxel gekündigt und wenige Tage später die Stellen öffentlich ausgeschrieben. Hierzu bezieht der DGB-Ortsverband Castrop-Rauxel Stellung: 

Der DGB Ortsverband Castrop-Rauxel ist überzeugt, dass in Betrieben mit Betriebsrat solche Kündigungen nicht möglich sind.

„Mit welch einer Kaltschnäuzigkeit das Unternehmen mit dem Schicksal und der Zukunft von Menschen umgeht, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Die Willkür des Logistikunternehmens Verhoek ist für mich unfassbar“, so der DGB Vorsitzende Udo Behrenspöhler.

Die 16 Kollegen aus Castrop-Rauxel plus die 50 Beschäftigten aus Herne sind nicht zu beneiden. Um einer solchen Situation zukünftig nicht mehr ausgesetzt zu sein, sollten die Kollegen sich beim zuständigen Fachbereich von Ver.di erkundigen.

Scheinbar existiert bei diesem Unternehmen eine Arbeitnehmervertretung weder in Castrop-Rauxel noch im gesamten Konzern. Es zeigt aber auch, dass Schutzmechanismen, die in Betrieben mit Betriebsrat eine Selbstverständlichkeit sind, in Firmen ohne Arbeitnehmervertretung gibt nicht greifen.

Auf der der Hompage des Unternehmens gibt es zu den Beschäftigten nur den Hinweis, dass diese eine branchenbezogene Ausbildung durchlaufen und Ihnen danach ein 3 Jahresvertrag angeboten wird. Wer den Vertrag nicht erfüllt, muss einen Teil der Ausbildungskosten zurückzahlen. 

Kein Wort über Arbeitszeiten oder tarifvertragliche Leistungen. Damit wird deutlich, wie das holländische Logistikunternehmen unter der Führung von Jan Verhoek mit den Beschäftigten umgeht.


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