Deutscher Gewerkschaftsbund

05.10.2012
60 Jahre Betriebsverfassungsgesetz

Wir wollen mehr mitbestimmen!

15.11.2012, 18:00 Uhr, Consol-Theater, Gelsenkirchen

Unmenschlich waren die Arbeitsbedingungen in den frühkapitalistischen Betrieben. Was es bedeutete, wenn Arbeitgeber in ihren Beschäftigten nur Leibeigene oder Knechte sehen, kann man heute in vielen Gegenden der Erde studieren. Das Betriebsverfassungsgesetz von 1920 sicherte erstmals in der deutschen Geschichte den Arbeitnehmern Mitspracherechte in Betrieben. Im Zusammenspiel mit Konservativen und Reaktionären schafften die Nationalsozialisten das Betriebsverfassungsgesetz allerdings 1933 wieder ab. Erst nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges gelang es der deutschen Arbeiterbewegung eine neue Betriebsverfassung durchzusetzen. Im Spätherbst 1952 trat sie in Kraft.

Heute ist das deutsche Betriebsverfassungsgesetz 60 Jahre alt und fortwährend umkämpft: Zwischen Kapital und Arbeit ist alles umstritten, was dieses Gesetz regeln soll. Die Gründung von Betriebsräten, die Mitbestimmung des Betriebsrates, die Regelung betrieblicher Belange auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern. Die permanenten Konflikte unterstreichen, dass Demokratie im Betrieb nur selten erwünscht ist. Im Gegenteil: Das Betriebsverfassungsgesetz gilt auch heute noch in den Augen vieler als Störung des freien Unternehmertums und als Störung des Kapitalismus. Dem stellen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter ihre Forderung nach Demokratie und Mitbestimmung entgegen, die vor keinem Werkstor halt macht.

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