Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 18-11 - 14.05.2018

DGB steht an der Seite der Beschäftigten von ZF-TRW in Gelsenkirchen

Die Gewerkschaften und der DGB in der Region Emscher-Lippe unterstützen die Beschäftigten von ZF-TRW in Gelsenkirchen bei ihrem Kampf um ihre Arbeitsplätze und den Standort.

Mark Rosendahl, DGB-Geschäftsführer in der Emscher-Lippe-Region und Vorsitzender des DGB in Gelsenkirchen, lobt den Betriebsrat von ZF-TRW und die IG Metall in Gelsenkirchen für ihren langen Atem im Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze und den Standort. Denn der von der Konzernleitung überraschend vorgetragene Grund fehlender Aufträge passt nicht zu den bisherigen Aussagen und überzeugt nicht. Zum einen bestehen nach Kenntnis der Beteiligten Aufträge, die zwei Drittel der Produktion auf Jahre sichern. Zum anderen erwarten die Beschäftigten mit Rückendeckung des DGB von einem Weltmarktführer die Entwicklung von zukunftsfähigen Produkten. So entsteht der Eindruck, dass der Konzern den Standort Gelsenkirchen aus anderen Gründen aufgeben möchte.

„Das Angebot an die Beschäftigten, zu einem anderen Standort zu wechseln, ignoriert die Verwurzelung der betroffenen Familien mit Kindern, Angehörigen und Wohneigentum in der Stadt und offenbart die fehlende Verantwortung des Konzerns ZF für den Standort Gelsenkirchen“, bewertet der erzürnte DGB-Chef Mark Rosendahl die Aussagen des Konzernsprechers. Das Kapital von Gebäuden, Anlagen und Know-How der Belegschaft werde zerstört, statt in zukunftsfeste Produkte gelenkt zu werden.

Mark Rosendahl appelliert an den Aufsichtsrat und die Stiftung, die soziale Verantwortung, die auch aus der Sozialpflichtigkeit des Eigentums im Sinne des Gemeinwohls resultiert, für die Stadt Gelsenkirchen und die Region des nördlichen Ruhrgebietes zu bedenken. „Die Pläne scheinen auf die Schließung eines profitablen Werks hinauszulaufen. Das können wir nicht akzeptieren und fordern den Erhalt des Standortes und Perspektiven für die Beschäftigten und für eine zukunftsorientierte Produktion“, unterstützt der DGB damit die Forderungen des Betriebsrates und der IG Metall.


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