Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 16-33 - 26.09.2016

Immer breitere Unterstützung für Gelsenkirchener Appell

Der Gelsenkirchener Appell findet zunehmend breitere Unterstützung. Ganz aktuell hat auch der DGB in Nordrhein-Westfalen die Forderung nach einem sozialen Arbeitsmarkt für das ganze Land erhoben. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat auf dem jüngsten Parteitag der NRW-SPD verlauten lassen, dass sie dafür finanzielle Mittel in Millionenhöhe bereitstellen will. Damit besteht eine echte Chance, dass langzeitarbeitslose Menschen menschenwürdig zurück in die Arbeitsgesellschaft finden.

Der Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Gelsenkirchen, Josef Hülsdünker, sieht in dieser Entwicklung die Anerkennung der sozialpolitischen Schieflage zahlreicher Menschen in Gelsenkirchen. Während die Bundesarbeitsministerin Frau Nahles das Problem durchaus gesehen, aber nur wenig Unterstützung geleistet habe, sei jetzt die Landesregierung dabei, den Menschen tatsächlich zu helfen. „Wir haben in Gelsenkirchen auf vielen politischen Ebenen daran gearbeitet, dass Hilfen für arbeitsmarktpolitisch abgehängte Menschen konkret werden. Wenn die nordrhein-westfälische Landesregierung jetzt Arbeit fördert, statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren, dann hat sie unsere gewerkschaftliche Unterstützung“, so Hülsdünker.

In seinem Ursprung war der Gelsenkirchener Appell eine gewerkschaftliche Initiative im Facharbeitskreis des Jobcenters. Lutz Dworzak, der Vorsitzende des Gelsenkirchener Ausschusses für Soziales und Arbeit, und andere machten daraus eine kommunalpolitische Initiative, die mit Unterstützung von Oberbürgermeister Frank Baranowski in den Gelsenkirchener Appell mündete. Die zentrale Forderung war die öffentliche Förderung eines sozialen Arbeitsmarktes für besonders arbeitsmarktferne Menschen.


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