Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 12-58 - 05.12.2012

Betriebs- und Personalräte berieten Gesundheit und Rente

2. Bottroper Betriebs- und Personalrätekonferenz

Vierzig Arbeitnehmervertreter aus vierzehn Bottroper Firmen trafen sich jüngst zur 2. Bottroper Betriebs- und Personalrätekonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbunds. Wichtigstes Thema der Beratungen war die Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz.

„Aktuell steigen quer durch alle Branchen psychische und körperliche Belastungen und damit auch Krankheitsfälle an. Daher hielten wir es für dringend notwendig, mit den Bottroper Arbeitnehmervertretern zu beraten, was im Betrieb für eine bessere Gesundheitsvorsorge getan werden kann“, erläutert Reinhard Thater, Vorsitzender des DGB-Bottrop. Mirko Skela vom Bergwerk Prosper-Haniel stellte das systematische Gesundheitsmanagement der RAG vor, das nicht nur detaillierte Konzepte zur Vermeidung von Krankheiten durch die Arbeit beinhaltet, sondern auch Handlungswege für die Rückkehr längerfristig Erkrankter. Damit sollen der Wiedereinstieg in die Arbeit erleichtert werden und durch Veränderungen am Arbeitsplatz erneute Erkrankungen vermieden werden. Skela warb intensiv für die Einführung solcher Konzepte in allen Betrieben.

Weiteres Thema der Konferenz war die Rente mit 67. „Gesundheitsmanagement und Rente mit 67 stehen in einem engen Zusammenhang. Wir fordern nach wie vor die Rückkehr zum Renteneinstieg mit 65 Jahren. Solange dies aber von der Politik nicht angegangen wird, müssen wir uns in den Betrieben darauf einstellen, ein gesundes Arbeiten bis zum 67 Lebensjahr zu ermöglichen“, erklärt Thater. Einhellige Meinung der Konferenzteilnehmer war aber, dass trotz aller Vorsorge-Maßnahmen in den Betrieben für viele Arbeitnehmer ein Arbeiten bis 67 unerreichbar bleiben werde und die Anhebung des Renteneintrittsalters deshalb nichts anderes als eine Rentenkürzung sei.


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